Blicker, Was wir erben
Wie prägt uns die Kindheit und ab wann kann man sein eigenes Leben leben?
http://www.zeit.de/video/2013-04/2274514734001/videolesung-bjoern-bicker-liest-aus-was-wir-erben#autoplayVideoleseung mit Björn Bicker
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Mittwoch, 15. Mai 2013
Auf in die Bretagne von Jean-Luc Bannalec
Nach der Krimilektüre von Jean-Luc Bannalecs "Bretonische Verhältnisse" beginnt man sofort, nach Ferienhäusern in der Bretagen zu suchen. Dieser Krimi macht sehnsüchtig nach dieser Welt am Ende unseres Kontinentes, man will die Luft und den Wind spüren, diese unglaublichen Farben sehen, an diesem Meer in einem Cafe sitzen...
Es gibt die üblichen Zutaten: Kommissar Dupin aus Paris, strafversetzt in die Bretagne, immer leicht genervt und sehr sympathisch, gutes Essen und Trinken -serviert in Lieblingscafes-,eine Sekretärin, die alles weiß und alle kennt, gute und kompetente Kollegen, der eine Kollege, der nervt und natürlich der Präfekt, der sich profilieren muss und will und dessen Anrufe unser Kommissar tagelang ignoriert.
Bannalecs Krimis sind gut konstruiert und wir tauchen ein in die magische Welt der Bretagne, in der die Sagen und Mythen immer noch eine Rolle spielen und die Geister in das Leben der Menschen wirken.
Hier ein paar Eindrücke der Bretagne
http://www.bretagne-reisen.de/die-bretagne-entdecken/inseln-und-halbinseln/glenan-archipel
Immer noch offen ist, wer sich hinter dem Pseudonym verbirgt...
Bannalecs Krimis sind gut konstruiert und wir tauchen ein in die magische Welt der Bretagne, in der die Sagen und Mythen immer noch eine Rolle spielen und die Geister in das Leben der Menschen wirken.
Hier ein paar Eindrücke der Bretagne
http://www.bretagne-reisen.de/die-bretagne-entdecken/inseln-und-halbinseln/glenan-archipel
Immer noch offen ist, wer sich hinter dem Pseudonym verbirgt...
Freitag, 2. November 2012
Martin Walker, Schatten an der Wand
Ein geheimnisvolles Fundstück landet auf dem Schreibtisch einer jungen
Kunsthistorikerin in einem Londoner Auktionshaus: ein Stein mit einer
Höhlenzeichnung darauf. Der stammt nicht, wie die junge Frau zuerst
denkt, aus den Höhlen von Lascaux, sondern aus einer anderen Höhle im
Périgord, in der während der Résistancezeit eine bis in die Gegenwart
nachwirkende Gewalttat begangen wurde.
Wer drei völlig verschiedene Bücher "in einem Buch" lesen will, sollte "Schatten an der Wand" lesen. Eigentlich wollte ich wissen, was Bruno, Chef de Police, erlebt und habe mich auf eine Begegnung mit ihm gefreut. Doch er taucht hier gar nicht auf und - ich gebe es zu - zunächst war ich leicht enttäuscht.
Am Abend desselben Tages verschwindet das wertvolle Objekt aus dem Firmentresor. Martin Walkers früher Roman über die Entstehung einer prähistorischen Höhlenzeichnung, deren Verwicklung in blutige Kriege und Intrigen und den erbitterten Kampf von fünf Menschen, sie heute zu besitzen. Denn wer sie findet, erhält den Schlüssel zur Aufklärung eines Verbrechens, das bis in die höchste Politik reicht und von dem bis heute keiner wissen darf.
Wir lesen in der Gegenwart, hier kommen sich Manners und die Kunsthistorikerin näher bei der Suche nach dem Fundstück: sehr französisch, tres elegant.
Wir lesen einen Kriegsroman: sehr männlich und sehr gewaltig. Und dann werden wir noch entführt in die Welt vor 17.000 Jahren, in die Urzeit der Menschen: sehr magisch.
Nachdem ich mich auf die verschiedenen Zeiten und Stile eingelassen habe, bin ich begeistert von der Fülle und Dichte dieses Buches. Der perfekte Schmöker für diese Herbsttage.
Lascaux
Mittwoch, 24. Oktober 2012
"Open City" von Teju Cole
ISBN 978-3-518-42331-8
Cool, sehr cool, ist dieses Buch im wahrsten Sinne des Wortes. Ein Psychiater lebt in New York. Auf einsamen Spaziergängen streift er durch New York - und für vier Wochen durch Brüssel - und beobachtet, redet mit Menschen, entdeckt Museen, unbekannte Ecken. Er denkt nach, recherchiert, ohne Ziel oder Plan.
Sprachlich gelungen, tiefe Gedanken, verbunden mit einer gelangweilten Grundhaltung, einer relativ objektiven Sicht der Dinge.
Futter für den Geist, inspirierend und anregend und für alle Fans von New York ein absolutes Muß!
Teju Cole ist Fotograf und Schriftsteller, ein Blick auf seine Homepage lohnt sich!
Teju Coles Homepage
"Das Schneemädchen" von Eowyn Ivey
Das Leben in Alaska ist sehr hart: es ist einsam, rau und unerbittlich.Mabel und Jack haben in dieser Wildnis einen Neuanfang gewagt, um über den Verlust eines Kindes und die Kinderlosigkeit hinwegzukommen. Sie versinken allerdings in Trauer und der gnadenlosen Einsamkeit. Bis sie eines Tages einen Schneemann bauen und den alten Übermut spüren. Am Tag darauf erscheint ein blondes Mädchen, das immer wieder auftaucht und ihnen näher kommt. Im Sommer verschwindet das Schneemädchen und im nächsten Winter steht es wieder vor der Tür. Ist es real oder eine Fee? Was mit den Lebensträumen anfangen?
Eine bezaubernde Geschichte über Kinderwunsch, Freundschaft und Liebe.
ISBN 978-3-463-50621-3
Wie viel Leben passt in eine Tüte?
Wie soll man weiterleben ohne die Fantasie und die Liebe seiner Mutter - ohne die Musik, die sie gehört hat und die vielen kleinen und großen Dinge, an die man ständig nach dem Tod erinnert wird. Was tun, wenn der Bruder weg ist und der Vater nur noch trinkt, man nicht mehr tanzen kann und Musik nicht mehr ertragen kann?
Es ist unvorstellbar, jemals wieder lachen und tanzen zu können, sich wieder am Leben zu freuen. Und doch lernt Rose, zu überleben, weiterzuleben. Sie findet ein Survival-Kit mit verschiedenen Gegenständen, das ihre Mutter ihr hinterlassen hat und tastet sich - Schirtt für Schritt - in ihr neues Leben. Mit dabei im Gepäch ein iPod, den ihre Mutter ihr bespielt hat.
Ein nachdenkliches und frohes Buch - nicht nur für Jugendliche.
Leseprobe
Es ist unvorstellbar, jemals wieder lachen und tanzen zu können, sich wieder am Leben zu freuen. Und doch lernt Rose, zu überleben, weiterzuleben. Sie findet ein Survival-Kit mit verschiedenen Gegenständen, das ihre Mutter ihr hinterlassen hat und tastet sich - Schirtt für Schritt - in ihr neues Leben. Mit dabei im Gepäch ein iPod, den ihre Mutter ihr bespielt hat.
Ein nachdenkliches und frohes Buch - nicht nur für Jugendliche.
Leseprobe
"Ein wildes Herz" von Robert Goolrick
In manche Bücher würde man gerne hineinspringen und den Lauf der Dinge aufhalten, verändern, die Helden vor Unglück und Leiden bewahren. "Ein wildes Herz" beginnt geruhsam und entspannt, erzählt kraftvoll und ruhig, wie ein unruhiger Geist in der amerikanischen Provinz nach dem Krieg wieder Fuß faßt und sich niederläßt. Sein neues Leben läßt sich gut an in dieser Kleinstadt: er ist beliebt und geschätzt, vollbringt kleine und eine sehr große Heldentat. Und dann verliebt er sich und die Geschichte gewinnt an Tempo und wird atemberaubend - wie das Leben manchmal! Eine starke Geschichte.
Ach, und dann das Ende.
Übrigens ist auch das erste Buch von Goolrick "Eine verlässliche Frau" intensiv und verblüffend.
Unbedingt lesen!
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